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Übergange in die und aus den beruflichen Schulen

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Lernkonzepte, Räume und Ausstattung

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Unterstützungssysteme, Integration und Inklusion

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Kommentare

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Die Schulen sollten, behindertengerechter ausgestattet werden. Es sollte von Grund auf ein Verständnis von den Lehrern an die Schüler für behinderte Menschen vermittelt werden. Behinderungen sollten offen angesprochen und mit Emphatie entgegen gewirkt werden. Zusätzlich muss von körperlicher und geistiger Behinderung unterschieden werden.
Es sollte gemischte Klassen geben, damit die behinderten Menschen nicht ausgegrenzt werden. Man könnte spezielle Schulprojekte starten, welche behinderten Menschen fördert und fordert.

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Es muss aus meiner Sicht eine stärkere Zusammenarbeit bei der Betreuung von Betriebspraktika geben. Es ist nicht sinnvoll, dass Berufswegeplaner und -planerinnen sowie Sozialpädagogen, die die Praktika vor- und nachbereiten, die Schülerinnen und Schüler während der Praktika nicht in den Betrieben besuchen.

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Frankfurt ist "Modellregion Inklusion". Zwar berücksichtigen die beruflichen Schulen den inklusiven Ansatz schon bevor die Diskussion in den allgemeinen Schulen begann, nun müssen aber auch die Beruflichen Schulen bei ihrer Arbeit, inklusiv zu unterrichten, unterstützt werden. Es darf nicht sein, dass unterstützte Förderung im Übergang in die berufliche Bildung plötzlich verschwindet. Seit einem Jahr versuchen wir die Zahlen zu erheben: Die Schülerzahlen mit ehemals eingetragenem Förderbedarf und erst recht die Schüler mit notwendigem Förderbedarf (Körperliche Behinderungen; Förderbedarf Lernen; usw.) sind an jeder Schule erheblich.

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Mit Berufswegeplanung, sozialpädagogischer Unterstützung und QuABB gibt es drei passgenaue Beratungsangebote für jeweils spezifische Fragestellungen. Alle drei sind für die unterschiedlichen Schülergruppen beruflicher Schulen wichtig und müssen mit den jeweiligen Experten besetzt sein. Problematisch wird das Konstrukt immer dann, wenn Präsenzzeiten der einzelnen Beraterinnen und Berater an einer Schule wegen z.T. winziger Stellenanteile praktisch nicht vorhanden sind (z.B. „Abrufangebote“).
Wenn Schülerinnen und Schüler Beratungsbedarf haben, wenden sie sich bevorzugt an Menschen, die vor Ort sichtbar und ansprechbar sind. Sehr häufig landen sie mit ihrem Anliegen zunächst nicht bei derjenigen oder demjenigen, die oder der für das spezifische Problem kompetent ist, sondern müssen weitervermittelt werden.
Ein solches Vorgehen ist dann kein Problem, wenn wirklich immer eine Person mit einem offenen Ohr für erstmal alle Belange vor Ort ist. In Systemen wie QuABB, in denen eine Dokumentation der Fallzahlen nur bei Auszubildenden und erst nach Zustimmung durch die jeweils beratene Person stattfinden kann, führt das für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unbefriedigenden Situationen: Entweder beraten sie deutlich mehr junge Menschen als letztlich sichtbar und nachweisbar ist, oder sie müssen Ratsuchende vertrösten, bis ein Termin mit der Expertin/dem Experten möglich ist.
Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren ein deutlich erhöhter Beratungsbedarf in allen Schulformen sichtbar wird – der Anteil junger Menschen mit psychischen Problemen beispielsweise nimmt nach Wahrnehmung der Lehrkräfte vor allem im Vollzeitbereich (inklusive FOS und BG) spürbar zu. Lehrkräfte sind für die damit in Zusammenhang stehenden umfangreichen Beratungsbedarfe weder qualifiziert noch zeitlich in der Lage – um sich auf das Erreichen der Ausbildungsziele konzentrieren zu können, ist die Unterstützung durch Experten zwingend erforderlich.
Wünschenswert wäre meiner Ansicht nach daher ein Beratungssystem, das für jede der Berufsschulen mindestens eine Person kontinuierlich vor Ort für alle akuten Bedarfe vorsieht. Das Expertensystem ist dann eine wichtige Ergänzung für spezifische Fragestellungen.
Die Expertenteams sollten darüber hinaus durch Personen ergänzt werden, die sich um die z.T. sehr speziellen Belange von Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund in Berufsschulklassen und Vollzeitklassen (außerhalb von InteA) kümmern können.
Beratungsteams brauchen geeignete Räumlichkeiten - Büros und Besprechungsräume an möglichst zentraler Stelle im Schulgebäude sind notwendig.

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Integration und Inklusion erfordern im besonderen Maße einen Unterricht, der individualisiertes Lernen ermöglicht und fördert. Herr Tetzner hat im Maßnahmenlabor "Lernkonzepte, Räume und Ausstattung" hierzu schon „Das Lernen heute“ skizziert. Die Umsetzung dieser Konzepte erfordert einen großen Aufwand. Wenn wir wirklich Integration und Inklusion in unseren Schulen wollen, muss den Kolleginnen und Kollegen hierfür auch Zeit in Form von angerechneten Stunden für die Entwicklungsarbeit zur Verfügung gestellt werden. In benachbarten Bundesländern erhalten Lehrerinnen und Lehrer hierfür eine Zeitanrechnung.
Wichtige Voraussetzung für die Effektivität individualisierten Unterrichts ist ein regelmäßiges Feedback der Lehrkraft an die Lernenden, sowohl auf fachlicher Ebene, als auch zu den Lernstrategien der Schülerin/des Schülers. In sehr großen Klassen ist das kaum umsetzbar. Jetzt haben wir tatsächlich manchmal den Luxus kleiner Klassen, wenn wir z.B. einen eher exotischen Ausbildungsberuf haben. Leider wird dann sofort die Anrechnung solcher Klassen vom HKM gestrichen. Jahrgänge müssen zusammengelegt werden, was eine Individualisierung noch stärker erforderlich machen würde, sich aber schwieriger durchführen lässt. Hier wünsche ich mir eine viel stärkere Unterstützung und Interessenvertretung durch die Schulämter.
Auch sind die Klassenräume dann in der Regel zu klein, um auch tatsächlich gezielt mit sinnvollen Sozialformen zu arbeiten. Selbstlernzentren könnten hier auch den alltäglichen Unterricht unterstützen. Unterricht fände nicht mehr in erster Linie in einem in der Regel in sich geschlossenem Klassenraum statt, sondern in einem Plenumsraum (z.B. Klassenraum), und im Lernzentrum zur Erarbeitung.

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Ein wesentliches Ziel unserer Schule ist die Reduktion der Quote der Abbrecher und der Wiederholer durch einen nicht erreichten Bildungsabschluss. Um proaktiv und vor allem frühzeitig auf absehbare Problemfälle reagieren zu können, wäre ein Lernzentrum an jeder Schule sinnvoll, in welchem unsere Schülerinnen und Schüler Kompetenzen entwickeln und verbessern können.
Vor dem Hintergrund des zu erwartenden Anstiegs der Schülerzahlen im Raum Frankfurt, wären ggf. Ausbaureserven an den Schulen sinnvoll nutzbar. An der Gutenbergschule existiert beispielsweise ein nicht ausgebauter und daher ungenutzter Dachboden.