Berufliche Bildung in Frankfurt am Main

Hier finden Sie allgemeine Informationen zur beruflichen Bildungslandschaft in Frankfurt am Main und dem demographischen Wandel und Frankfurt als Wirtschaftsstandort.

Das Rhein-Main-Gebiet gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Daraus ergibt sich die Verpflichtung lokal, regional und international zu denken. Es müssen Antworten auf Fragen aus ökonomischen, sozialen und ökologischen Bereichen gefunden werden.

Eine zentrale Größe der Schulentwicklungsplanung ist die demografische Entwicklung. Frankfurt am Main ist eine Stadt mit inzwischen rd. 725.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Stadt Frankfurt muss sich auf ein konstant hohes Bevölkerungswachstum einstellen. Bis zum Jahr 2030 ist ein Bevölkerungszuwachs auf rund 810.000 Einwohnerinnen und Einwohner prognostiziert.

Mit ca. 27.000 Schülerinnen und Schülern an 16 beruflichen Schulen kommt der Stadt Frankfurt am Main eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der beruflichen Bildung in Hessen zu. Das Angebot umfasst das bewährte System der dualen Berufsbildung mit den Standorten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule, aber auch vollschulische Ausbildungsgänge und Angebote, die einer Berufsbildung vorausgehen, studienqualifizierende Bildungsgänge und die Weiterbildung an einer Fachschule, die nach einer Ausbildung besucht werden kann und für die Übernahme höherer Verantwortung qualifiziert.

Neben den 16 Berufsschulen (jeweils acht mit kaufmännischem bzw. gewerblich-technischem Schwerpunkt) zur dualen Berufsbildung besteht eine Vielzahl an Bildungsgängen in 14 Berufsfachschulen, 11 Fachschulen, 12 Fachoberschulen und zwei berufliche Gymnasien in Trägerschaft der Stadt Frankfurt. Acht der 16 beruflichen Schulen bieten im Rahmen der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung verpflichtend Intensivklassen an (InteA, Integration und Abschluss). Dies ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die erst grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache für den Übergang in eine Berufsausbildung oder den Wechsel in einen anderen Bildungsgang erwerben müssen.

27 der 90 Landesfachklassen in Hessen sind in Frankfurt angesiedelt. Hinzu kommen die Bundesfachklassen für drei Ausbildungsberufe.

Ferner führen die beruflichen Schulen in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen und Schulen für Erwachsene sowie weiteren Bildungsträgern und Partnern aus der Arbeitswelt spezifische Bildungsangebote im Rahmen des Verbunds Hessencampus durch. Hessencampus ist ein dauerhafter Verbund für alles, was Erwachsene an Bildung brauchen: allgemeine und berufliche Bildung, das Nachholen von Schulabschlüssen, Wissen und Fähigkeiten für soziale, kulturelle und politische Teilhabe und für die eigene Lebensgestaltung.

Informationen zum demographischen Wandel

Die Stadt Frankfurt muss sich auf ein konstant hohes Bevölkerungswachstum einstellen. Auch 2015 wuchs die Bevölkerung um fast 16.000 Personen auf knapp 725.00. Das Wachstum wird sich nach den Prognosen der Bevölkerungsstatistiker weiter fortsetzen. Dem Schulentwicklungsprozess der beruflichen Schulen werden fundierte statistische Auswertungen und Prognosen zu Grunde liegen.

Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main

Die Stadt Frankfurt als Standort attraktiver Wirtschaftsbereiche wie Handel, Banken, Handwerk,  industrielle Fertigung, Kreativsektor, Ernährung, Gesundheit, Erziehung etc. bezieht die Grundlage ihres Wohlstands und ihrer guten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung gerade auch aus den zahlreichen Einpendlern. Diese sichern die Bedarfsdeckung an Fachkräften. Dieser Situation muss die berufliche Bildung in Frankfurt auch künftig durch ein entsprechendes Angebot im Übergangssystem, im System der dualen Ausbildung und in der Weiterbildung (Fachschulen) entsprechen. Die Stadt Frankfurt ist mit ihren beruflichen Schulen zuständig für die Ausbildungsverhältnisse im Stadtgebiet und den schulträgerübergreifenden Aufgaben, sowie sie sich zurzeit darstellen.