Über den Schulentwicklungsplan für berufliche Schulen (SEP-B)

Die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans der beruflichen Schulen dient der Sicherung und Weiterentwicklung eines Angebots beruflicher Bildung, das in seiner Qualität und Quantität den Bildungsinteressen junger Menschen und dem Qualifikationsbedarf des Wirtschaftsstandortes der Region Frankfurt gleichermaßen gerecht wird, dabei keine Lücken oder Doppelstrukturen aufweist und entwicklungsfähig ist.

Der Schulentwicklungsplan für die beruflichen Schulen soll die organisatorischen, räumlichen und strukturellen Voraussetzungen schaffen, die Herausforderungen in der beruflichen Bildung engagiert anzugehen.

Die Grundlage der Schulentwicklungsplanung ist zunächst eine Bestandsaufnahme zu machen. Unter dem Begriff Bestandsaufnahme wird hier die Analyse und Beschreibung der Untersuchungsregion als auch der einzelnen zu beplanenden beruflichen Schulen (Bildungsangebote, Schüler-, Lehrerstruktur usw.) verstanden.

Im zweiten Schritt werden Schülerprognosesn aufgestellt und ein daraus abzuleitender künftiger Raumbedarf.

Dieser wird mit dem aktuell vorhandenen Raumbestand abgeglichen, so dass sich hieraus, als drittem Planungsschritt, bereits Maßnahmen zur Nutzung der Schulbauten ableiten lassen. Weitere Maßnahmen lassen sich aus der regionalen Situation und übergreifenden Trends (z. B. zunehmende Globalisierung, Durchdringung der Arbeitswelt mit digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien) ableiten, die sich auf Ausstattung und Lehrmittel sowie Fördermaßnahmen (z. B. Sprachfördermaßnahmen für Migranten) auswirken.

Insgesamt ist damit das Beziehungsgefüge zwischen beruflicher Schule und ihrer lokalen Umwelt weitaus vielfältiger als das allgemeinbildender Schulen. Aus diesem Grunde ist für die Schulentwicklungsplanung beruflicher Schulen eine umfassende Bestandsaufnahme der regionalen Situation vorzunehmen. In der regionalen Bestandsaufnahme sind alle relevanten Bereiche wie Bevölkerung, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt als auch die „abgebenden“ allgemeinbildenden Schulen zu analysieren. Der Schulentwicklungsplan für die beruflichen Schulen wird in einem eigenständigen Prozess erarbeitet. Gleichzeitig finden in der Stadt Frankfurt weitere Entwicklungsprozesse statt, die im bevorstehenden Prozess Beachtung finden sollen. Zum Beispiel entwickelt die Stadt Frankfurt am Main zurzeit ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, das fach-, themen- und ressortübergreifend die Stärken und aktuellen Herausforderungen Frankfurts analysiert, mittelfristige Ziele und Strategien für die funktionale und räumliche Weiterentwicklung der Stadt entwickelt sowie Leitprojekte und räumliche Handlungsschwerpunkte bestimmt.

In welchem Zeitraum ist mit der Umsetzung der Maßnahmen zu rechnen?

Der Entwurf des Schulentwicklungsplans soll bis Ende 2017 vorliegen. Nach dem Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung und der Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums kann mit der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen begonnen werden.